Danke für das Vertrauen!

Liebe Nachbarn, danke für die Wahl!

Foto: Rosemarie Doll  / pixelio.de

Foto: Rosemarie Doll / pixelio.de

Ich bin jetzt frisch gewählter Gemeindevertreter für Bündnis 90/Die Grünen in Schöneiche, leider der einzige. Fast wäre Joachim Tilsch auch gewählt worden, es war sehr knapp. Die Stimmenverteilung für alle Parteien und Gruppierungen steht hier. Im Moment gibt es Gespräche über eine mögliche Koalition. Die erste Sitzung wird am 20.6. sein, ich freu mich drauf.

Vielen Dank für Ihr bzw. Euer Vertrauen! Ich freue mich auch über Anregungen und Unterstützung. Wir wollen, dass unser Ort mindestens so schön bleibt wie er ist und müssen ein bisschen dafür tun. Also immer her mit den guten Vorschlägen. Wir suchen auch sachkundige Einwohner und freuen uns generell über breite Beteiligung.

Weiterführende Montessorischule in Schöneiche?

Seit langem wünschen sich viele Schöneicher eine weiterführende Schule im Ort. In den Schöneicher Ausschüssen wird es gerade beraten, auch die MOZ berichtet: es gibt ein neues Projekt für eine weiterführende Schule in Schöneiche auf Basis der Montessori-Pädagogik. Vielleicht aber auch in Woltersdorf, in beiden Orten wurde parallel angefragt. Für Schöneiche käme das alte Schlossgelände in Frage, falls es zum Kauf oder zur Erbpacht zur Verfügung steht. Darüber wird gerade verhandelt. Angelehnt an den alten Gutshof-Grundriss soll ein Vierseitenhof entstehen, der nach und nach zum Montessori-Campus ausgebaut wird.

Bild: Tim Reckmann  / pixelio.de

Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Die Idee dahinter ist, dort eine Reihe von Bildungseinrichtungen anzusiedeln, von der Krippe bis zu einer weiterführenden Schule. Außerdem könnte dort eine Weiterbildungseinrichtung für Montessori-Pädagogen entstehen. Die Grundstücke gehören zum Teil der Gemeinde und zum Teil den den Berliner Stadtgütern.

Die Macher sind Pädagogen um den Leiter der freien Grundschule in Woltersdorf, Uwe Reyher. Bevor er nach Woltersdorf ging, hat er ein ähnliches Projekt in Berlin-Köpenick geleitet. Die Montessori-Pädagogik, die auf die italienische Ärztin und Reformpädagogin Maria Montessori zurückgeht, stellt die Bedürfnisse und Begabungen des einzelnen Kindes in den Mittelpunkt. Das Montessorikonzept besagt, dass Kinder, die ihrem eigenen Rhythmus folgen, am besten lernen.

Bis Juli soll eine Entscheidung für einen der beiden Standorte getroffen werden.

Isch kandidiere!

Bild: Thomas Siepmann  / pixelio.de

Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de

Am 25. Mai ist in Brandenburg Kommunalwahl, zusammen mit der Europawahl. Ich kandidiere für die Schöneicher Gemeindevertretung, auf der Liste von Bündnis 90/Die Grünen und freue mich über Ihre/Eure Stimme.

Warum tue ich das? Ich finde, Schöneiche ist ein besonderer Ort, beliebt bei Einwohnern wie Touristen. Einige Gründe dafür sind das viele Grün, die gute Verkehrsanbindung und das breite Freizeitangebot. Ich möchte, dass das so bleibt – oder noch besser wird. Ich möchte mich einbringen und aktiv zur Verbesserung der Zustände beitragen, statt mich über andere zu beschweren.

Hier geht es zu unserem Wahlprogramm und hier zu unserem Flyer zur Wahl.

Umbau der Straßenbahnhaltestelle in Friedrichshagen verzögert sich

Straßenbahn 88 in Schöneiche (Foto: St. Brandes)

Straßenbahn 88 in Schöneiche (Foto: St. Brandes)

Die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn (SRS) will seit längerem die Haltestelle der Linie 88 am S-Bahnhof Friedrichshagen auf die andere Straßenseite verlegen. Das Ziel der Verlegung ist, dass die Fahrgäste nicht mehr die vielbefahrene Dahlwitzer Landstraße überqueren müssen, um zur S-Bahn zu gelangen. Andere Lösungen für das Problem sind kurzfristig nicht in Sicht. Für einen Fußgängerüberweg ist die Straße zu stark befahren. Eine Ampel ist an der Stelle zwar geplant, die Planung hat aber keine hohe Priorität und die Liste der Ampeln, die in Berlin geplant sind, ist lang.

Deshalb hat der Betriebsleiter der SRS, Sebastian Stahl, beantragt, die Haltestelle auf die südliche Straßenseite zu verlegen. Dann würde die Straßenbahn die Straße kreuzen statt der Fußgänger. Der Plan findet in Berlin auch Gehör, die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung befürwortet die Verlegung. Jetzt gibt es trotzdem Verzögerungen, wie die MOZ heute berichtet. Die Wasserbehörde mahnt eine Regenentwässerung an, das Tiefbauamt Treptow-Köpenick möchte sicherstellen, dass alle dort bestehenden Parkplätze erhalten bleiben. Und das Berliner Verkehrsmanagement fürchtet, dass ein  Radweg, der an dieser Stelle entlang der Dahlwitzer Landstraße geplant ist, dann nicht mehr realisierbar ist. Deshalb kommt es jetzt zu einem Planfeststellungsverfahren, bei dem alle Seiten gehört und die Interessen gegeneinander abgewogen werden. Das kann einige Monate dauern.

Die SRS erneuert an dieser Stelle deshalb jetzt erst einmal die Gleise. Die werden in jedem Fall benötigt, beim Umbau der Haltestelle als Ausweichmöglichkeit und bis dahin für den regulären Betrieb. Die Arbeiten werden zwei bis drei Wochen dauern und voraussichtlich  im April stattfinden.

Neues vom Kieferndamm

Es gibt neues vom Kieferndamm. Nein, die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt sind noch nicht abgeschlossen. Der Plan dafür ist wohl immer noch November, auch wenn man sich fragt, wie das beim derzeitigen Tempo der Arbeiten zu schaffen sein soll.

Foto: H.-J. Schlaak

Kieferndamm, vor der Bauphase. Foto: H.-J. Schlaak

Nein, inzwischen haben die Gemeindevertreter gemerkt, dass die Planung für den restlichen Kieferndamm – vom Heideweg bis zur Forststraße – nicht funktioniert. Da grenzt der Damm nämlich an Berliner Stadtgebiet, ein Gelände der Berliner Forsten, und die möchten es nicht für Straßenbau hergeben. Auf Schöneicher Gebiet ist aber nicht genug Platz für 6m Fahrbahn und zwei Fuß- und Radwege.

Was fällt Herrn Hutfilz (SPD) dazu ein? Man kann ja die Linden auf der Seite der Wohnhäuser fällen. Und der Mann ist Vorsitzender des Ortsplanungsausschusses.

Wir können dem Berliner Forstamt für seine Beharrlichkeit danken – ohne Berlin hätte Schöneiche kaum noch Wald.

PS 18.12.2013: am 18. Dezember ist der Kieferndamm für Anlieger und den Linienverkehr wieder freigegeben. Die allgemeine Freigabe wird jetzt wohl erst zum Frühjahr 2014 erwartet.

Noch mehr Eichenprozessionsspinner in Schöneiche

Nach meinem Artikel über die Eichenprozessionsspinner bin ich vor einigen Tagen von Nachbarn angesprochen worden. Es gibt noch mehr davon, sowohl an Straßenbäumen als auch in Privatgrundstücken. Ich habe bei der Gemeinde nachgefragt und dabei mehrere Dinge gelernt.

Befallene Eiche in der Waldstr.

Befallene Eiche in der Waldstr.

1. Auf Privatgrundstücken ist man als Eigentümer anscheinend überhaupt nicht verpflichtet, etwas zu unternehmen. Allerdings lebt man dann mit dem Risiko, dass sich die Brennhaare übers Grundstück verteilen und dort Schaden anrichten, von der weiteren Verbreitung der Prozessionsspinner ganz abgesehen.

2. Die Gemeinde freut sich über Meldungen von betroffenen Bäumen im Eigentum der Gemeinde. Sie unternimmt aber auch erst einmal – nichts. Anders wäre es, wenn direkt Kinder gefährdet wären, z.B. weil betroffene Bäume auf einem Kita-Gelände stehen. Der Weg von der Kita zur Straßenbahnhaltestelle stellt aber anscheinend keine ausreichende Gefährdung dar. Im kommenden Jahr werden die betroffenen Bäume wahrscheinlich „prophylaktisch“ besprüht, aber auch dann werden die Gespinste nicht abgesaugt. Der „vergleichsweise geringe Befall“ würde das noch nicht rechtfertigen.

Das heißt, wir leben damit, dass nur ein Teil der Prozessionsspinner abgetötet wird und sich die anderen weiter ausbreiten – und dass die gefährlichen Brennhaare in den Gespinsten am Baum bleiben bzw. mit den abgefallenen Häuten unter den Bäumen liegen. Ab dem dritten Häutungsstadium (von sechs pro Raupe und Jahr) sind die Brennhaare potenziell allergieauslösend.

3. Praktische Tips: Die Gespinste soll man auf keinen Fall anfassen, egal ob am Baum oder am Boden. Die allergene Wirkung der Brennhaare bleibt 5-10 Jahre erhalten. Wenn Teile eines Gespinstes abfallen, soll man sie z.B. mit Haarspray fixieren. Das verhindert, dass einzelne Brennhaare herausfallen. Dann den Klumpen mit dem Hausmüll entsorgen.

Nachtrag 23.8.13: Außer den chemischen Mitteln zur Bekämpfung wie Dipel ES, das auch die Gemeinde Schöneiche verwendet hat, gibt es auch ein biologisches Mittel: Den bacillus thuringiensis. Hier ein Bericht in der „Welt“ dazu.

Mittelzentrum Erkner – wozu ist das gut?

In der MOZ heute steht ein Artikel über das Mittelzentrum Erkner. Mittelzentren sind Teil der brandenburgischen Entwicklungspolitik. Die Idee dabei ist, dass größere Orte finanzielle Mittel erhalten, um Infrastruktur für die umliegenden kleineren bereitzustellen. Auf dem Land funktioniert das auch ganz gut, in Beeskow zum Beispiel.

Das Mittelzentrum Erkner ist inzwischen allerdings kleiner als Schöneiche. Hier stößt die Zentralisierungspolitik an ihre Grenzen. Warum muss das Gymnasium in Erkner fünfzügig sein und Schöneiche hat gar keines? Wäre es nicht besser, die Lehrer fahren ein paar Kilometer, als die Schüler? Die Frage von Schöneiches Bürgermeister Heinrich Jüttner, was Erkner eigentlich mit den 800.000 EUR macht, die es als Mittelzentrum jedes Jahr zusätzlich aus dem Landeshaushalt erhält, halte ich für durchaus berechtigt.

Die Eichenprozessionsspinner erreichen Schöneiche

Wie die MOZ berichtet, gibt es jetzt auch in Schöneiche Eichenprozessionsspinner. Laut Bürgermeister Heinrich Jüttner sind zwölf Eichen im öffentlichen Straßenland befallen. Die betroffenen Eichen stehen in der Waldstr./Friedrichshagener Str. sowie am Waldfriedhof in der Heinrich-Mann-Str. Es wird dabei keine Aussage getroffen, ob und wie die Eichenprozessionsspinner bekämpft werden.

Eiche in der Waldstr.

Eiche in der Waldstr.

Eichenprozessionsspinner sind vor allem aus  zwei Gründen unbeliebt. Die Raupen fressen als typischer Waldschädling die Eichen kahl, und zwingen sie, ein zweites Mal auszutreiben. Das größere Problem ist, dass die Raupen Brennhaare ausbilden, die bei Kontakt gesundheitliche Probleme und allergische Reaktionen bei Menschen auslösen können. Die Brennhaare sind fast unsichtbar, halten sich lange und können auch noch nach mehreren Jahren zu allergischen Reaktionen führen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Bekämpfung. Die klassische Methode – Absaugen – ist aufwändig und teuer. Die Bekämpfung mit Insektiziden ist umstritten. Potsdam wird 2013 erstmals das Insektizid Dipel Es einsetzen, das noch keine EU-Zulassung hat, wie die MOZ gestern berichtete. Berlin dagegen verwendet laut einem Bericht der „Berliner Morgenpost“ das auch in Siedlungen zugelassene Mittel „Margosa-Extrakt“, das aus Samen des Neem-Baumes gewonnen wird.

Die Verwendung von Insektiziden beseitigt allerdings nicht die Brennhaare. In der Regel werden auch nicht alle Raupen getötet, so dass auch hier eine Nachbearbeitung „von Hand“, also ein Absammeln der Nester, notwendig ist.

Der Naturschutzbund Brandenburg lehnt in Siedlungsgebieten und an Alleen den Gebrauch von Insektiziden nicht prinzipiell ab, fordert jedoch eine Einzelfallprüfung und die vorrangige Nutzung technischer Mittel wie Absaugen, wie man in diesem detaillierten Positionspapier des NABU Brandenburg nachlesen kann.

Nachtrag 18.5.: Anscheinend erfolgt auch in Schöneiche die Bekämpfung mit chemischen Mitteln, wie man diesem Bericht entnehmen kann.

Nachtrag 23.5. Heute hat in Schöneiche die chemische Behandlung begonnen, wie man dem Warnschild entnehmen kann:

Warnschlid Prozessionsspinner

Warnschild Prozessionsspinner

Baumpatenschaften

Alleen bald wieder ohne Lücken? Baumpatenschaften machen es möglich.

Alleen bald wieder ohne Lücken? Baumpatenschaften machen es möglich.

Die Schöneicher Gemeindevertretung hat am Donnerstag für die Beschlussvorlage Baumpatenschaften gestimmt, die die Fraktion Grüne/Neues Forum/Feuerwehr freundlicherweise auf meine Initiative hin eingebracht hatte. Das freut mich sehr. Obwohl sie schon sehr konkret formuliert war, soll der Bürgermeister wohl jetzt einen Verfahrensvorschlag dazu erarbeiten.

Hier der Bericht in der MOZ dazu: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1122600/

Das war der ursprüngliche Text, der auch beschlossen wurde. Ob die Begründung so übernommen wurde, bin ich nicht sicher, eine Formulierung im MOZ-Artikel scheint dagegen zu sprechen. Der beschlossene greift wesentlich kürzer und überlässt die Details der Verwaltung, s.u.

Die Gemeindevertretung möge beschließen:

Bürger bekommen die Möglichkeit, die Pflege von neu angepflanzten Bäumen zu übernehmen. Jeder Einwohner von Schöneiche kann Wünsche äußern, wo im öffentlichen Straßenland Bäume neu angepflanzt werden sollen, zum Beispiel bei Bepflanzungslücken in vorhandenen Alleen. Den Wünschen soll spätestens binnen 12 Monaten stattgegeben werden, wenn Kapazitäten, z.B. aus Baumersatzpflanzungen, zur Verfügung stehen und sonst kein zwingender Grund dagegen spricht. Das Bauamt entscheidet, welche Baumart angepflanzt wird. Im Gegenzug verpflichten sich diese Einwohner, die neu gepflanzten Bäume bis zu zehn Jahre lang zu gießen. Das Gießwasser stellen die Einwohner unentgeltlich zur Verfügung. Als kleine Anerkennung des bürgerlichen Engagements erhalten die Bürger pro Baum einmalig zehn Laubsäcke kostenlos von der Gemeinde.

Begründung:

Baumpatenschaften sind eine gute Möglichkeit, den Waldgartencharakter der Gemeinde im öffentlichen Straßenland zu erhalten. Gleichzeitig wird das Engagement der Bürger für ihre Gemeinde und ihr Wohngebiet gestärkt und gefördert. Die private Pflege von Straßenbäumen durch Baumpaten verbessert das Straßenbild, wirkt der Zerstörung entgegen, schafft Ersatz für die nicht zu leistende Pflege einzeln gepflanzter Bäume seitens der Gemeinde und schärft auch bei anderen Bürgern das Bewusstsein für die Rücksichtnahme auf gepflegte Grünflächen. Die Lebensqualität im Ort steigt.

Diese Beschlussvorlage verursacht der Gemeinde zusätzliche Kosten von 10€ pro gepflanztem Baum für die kostenlosen Laubsäcke. Dafür spart die Gemeinde die Kosten für das Gießen in den ersten Jahren und das Ersetzen von Bäumen, die durch Trockenheit absterben.

Ich hoffe, dass dieser Beschluss dazu beiträgt, dass es zukünftig wieder mehr Bäume in Schöneiche gibt. Wer möchte denn Baumpatenschaften im öffentlichen Straßenland übernehmen?

Aktualisiert 25.4.:

Die Kosten, die die Gemeinde durch Baumpatenschaften einspart, sind erheblich. Laut einem Bericht im „Tagesspiegel“ rechnet unser Nachbarort Berlin mit Kosten von 1000 EUR pro neugepflanztem Baum, inklusive 3 Jahre Pflege. Wenn man von 2-300 EUR Kosten für den Baumsetzling und geschätzten 50 EUR Pflanzkosten ausgeht, spart die Gemeinde 650-750 EUR pro Baum, der durch Baumpaten betreut wird.

Der Text wurde leider doch nicht so beschlossen wie vorgelegt. Beschlossen wurde stattdessen folgender Text:

Die Gemeindevertretung beschließt:

  1. Alle Bürgerinnen und Bürger der Waldgartenkulturgemeinde Schöneiche bei Berlin sollen die Möglichkeit bekommen, eine Baumpatenschaft für einen Baum im öffentlichen Straßenland zu übernehmen.
  2. Der Bürgermeister wird beauftragt, bis zur Sitzungsrunden Mai/Juni 2013 ein Verfahren für Baumpatenschaften sowohl für Neupflanzungen als auch für Altbaumbestand zu erarbeiten und der Gemeindevertretung zur Beschlussfassung vorzulegen. 

Wir sind gespannt, was die Verwaltung aus der Vorlage macht.